Stellungnahme des Kollektivs aktivistin.ch zu Tatbestand sexuelle Belästigung UNIA Region Zürich-Schaffhausen

Das feministische Kollektiv Aktivistin.ch, das als eigenständige Organisationseinheit der UNIA Region Zürich/Schaffhausen angegliedert ist, ist bestürzt über den Vorfall der sexuellen Belästigung und des Missbrauches von Machtstrukturen, wie er in der Verwaltung der UNiA Region Zürich/Schaffhausen vorgefallen ist.

Die Problematik, die sich wohl hauptsächlich um eine Führungsperson ereignet hat, ist wohl als ein anhaltender Tatbestand einzuschätzen, dem lange kein Einhalt geboten wurde.

Sexuelle Belästigung und die Ausübung physischer wie auch psychischer Gewalt jeglicher Art verurteilen wir als Kollektiv im Generellen. Speziell bei Vorkommnissen am Arbeitsplatz hat jedoch der Arbeitgeber in jedem Fall für eine sichere Arbeitsumgebung zu sorgen. Liegt der leiseste Verdacht eines sexuellen, oder auch anderweitig physischen oder psychischen Übergriffs vor, so hat der Opferschutz bis zur vollumfänglichen Klärung des Tatbestands oberste Priorität.

Dieser Vorfall trifft deshalb ein Kernanliegen von aktivistin.ch und wir sind erschüttert, auf einen solchen Machtmissbrauch bei der UNIA zu treffen. Das Kollektiv wurde jedoch lange nicht und nun nur unzureichend über den Tatbestand und die internen Vorkommnisse in der regionalen Verwaltung informiert, weshalb wir zum gegebenen Zeitpunkt von einer detaillierten Stellungnahme absehen.

Von der undurchsichtigen und unübersichtlichen Handhabung der UNIA in diesem Fall sind wir enttäuscht. Wir distanzieren uns vom Verhalten der Unia Region Zürich/Schaffhausen, insbesondere von deren Leitung, und werden in einem weiteren Schritt entscheiden, welche Konsequenzen wir für uns persönlich und als Kollektiv aus diesem Vorfall ziehen. 

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