Dass Frauen* ein sexuell und finanziell selbstbestimmtes Leben führen, war in den 1950er Jahren noch eine ungehörige Forderung, während es heute für viele von uns Realität ist. Vor 60 Jahren schrieb Iris von Roten ihr der Zeit vorauseilendes Manifest “Frauen im Laufgitter". Obwohl sich im Bereich Gleichstellung sehr viel bewegt hat, sind viele ihrer Forderungen auch heute noch revolutionär und ihre Analysen noch ähnlich zutreffend.

Die Feministin Iris von Roten würde heute, am 2. April 2018, ihren 101. Geburtstag feiern. Ausserdem veröffentlichte sie vor 60 Jahren, 1958, Ihre messerscharfe Analyse «Frauen im Laufgitter». Ihre Forderungen (etwa Mutterschaftsversicherungen, Krippen und eine befreite weibliche Sexualität) und ihr Lebensstil (etwa alleine Autostoppen) waren so radikal, dass sie für das Scheitern des Wahlrecht-Referendums mitverantwortlich gemacht wurde. Um ihr Leben und Werk zu feiern, lesen heute Aktivist*innen am Zürichsee ihre und andere aktuelle feministische Texte vor.

Heute ist Feminismus und der Umgang mit Frauen* am Arbeitsplatz, im Privatleben und in der Öffentlichkeit (Stichwort: #Metoo) wieder in aller Munde. Viele der heutigen Probleme und Forderungen wurden aber bereits von Feminist*innen früherer Generationen analysiert und vorweggenommen. Wir wollen mit dieser Aktion auch daran erinnern, dass wir auf deren Errungenschaften aufbauen können und nicht wieder von Null anfangen müssen. 

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