Preisaufschlag für die Beförderung männlicher Fahrgäste


Wir, das feministische Kollektiv aktivistin.ch, haben anlässlich des Weltfrauentags vom 8. März mit einer Kleberaktion die ZVV Automaten in der Stadt Zürich „verschönert“.

Mit dieser Aktion und einem Augenzwinkern wollen wir darauf hinweisen, dass die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern in der Schweiz rund 20% beträgt und genauso ungerecht ist, wie der von uns verlangte Aufschlag der Fahrpreise für Männer. Mit unbegründet weniger Geld ein Leben in der teuren Schweiz zu führen ist empörend. Genau wie unsere Aufforderung an die Männer, mehr für ihre Fahrscheine zu zahlen.

Über die Zeit hinweg wird diese Differenz zu einer durchaus nicht mehr vernachlässigbaren Summe an Geld, die den Frauen fehlt. Das beeinträchtigt sie, aber auch ihr Umfeld nachhaltig. So haben z.B. alleinerziehende Mütter oft grössere finanzielle Schwierigkeiten. Dies hat einen grossen Einfluss auf ihre Familien, wie z.B. auf die Bildung und damit die Zukunftschancen der Kinder. Ausserdem sind Frauen, unter anderem auch wegen der Lohnungleichheit während der Jahre ihres Erwerbslebens, viel öfter von Altersarmut betroffen als Männer.

Es ist an der Zeit, dass sich das endlich ändert und die im Gesetz festgeschriebene Gleichstellung zwischen Frauen und Männern wirklich umgesetzt wird. Lohnungleichheit geht die gesamte Gesellschaft an – auch die Männer.

Die auf den Klebern angekündigte Verteuerung der Fahrpreise für männliche Fahrgäste von 20% ist erfunden und entspricht nicht der Wahrheit. Die Information hat in keiner Weise etwas mit dem ZVV zu tun.

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